Wednesday, April 19, 2006

Schäuble über Islam, Titten und Holocaust

Busty
Einen denkwürdigen Zusammenhang zwischen Islam, Titten und Holocaust stellt Wolfgang Schäuble in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 12. März her.

Im Interview mit der Zeitung betont Schäuble die Notwendigkeit von Einbürgerungstests. Nach holländischem Vorbild sollen diese radikal vereinfacht werden und das Ertragen von Titten in der Öffentlichkeit zur Minimalanforderung für die Integration von Muslimen in unsere christliche Leitkultur werden. Schäuble.

"Denn es ist auch für Muslime gut zu wissen: Wenn du in Holland an den Strand gehst, kann es dir passieren - ob das nun Hoffnung oder Befürchtung ist -, daß du spärlich bekleidete Frauen siehst. Wenn man das nicht will, sollte man nicht in dieses Land gehen."

Für den moslemischen Regimekritiker, der in der Hoffnung oder gar trotz der Befürchtung allgegenwärtiger blanker Busen aus dem Iran flüchtet, um fürderhin sein Wasserpfeifchen am Strand von Den Helder zu schmauchen, mag das alles noch angehen. Wer allerdings in Stuttgart Möhringen dazugehören möchte, so richtig mit Kehrwoche und Personalausweis, der ist laut Schäuble stärker gefordert. Zum Deutschsein gehört halt mehr als das Anstarren eingeölter Brüste, nämlich - Zuwanderer! Bitte Hose wieder zu machen -, ein Bekenntnis zur deutschen Vergangenheit. Denn so Schäuble:

"Wer Deutscher werden will, muß die deutsche Vergangenheit als seine nationale Vergangenheit mit übernehmen."

Was meint Schäuble damit? Die Schmach von Cordoba, das Foul von Schumacher an Battiston? Oder meint er gar...?


Verantwortung übernehmen
"Das geht nicht, dass die Zugewanderten sagen: Was vor 1945 war, interessiert uns nicht. Auch die, die nach 1945 geboren sind, haben als nationale Identität die Verantwortung für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Das gilt auch für die, die sich integrieren wollen."
Das ist nur fair. Was der arbeitslose Neonazi in Sachsen-Anhalt qua Geburtsrecht im Schlaf bzw. im Suff automatisch mit erledigt, den verantwortlichen Umgang mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, das muss sich der türkische Gemüsehändler, der seit 30 Jahren mit seinen Steuern die Heizkosten im sächsischen Landtag (9,2% NPD) mitbezahlt, erst mühsam antrainieren. Sonst nix deutsch. Und wenn der Zuwanderer ein russischer Jude ist, dann übernimmt er nach Schäubles Logik Verantwortung für den Holocaust und für den Angriffskrieg gegen Russland.

Auch für muslimische Frauen wird in Schäubles Verständnis am deutschen Wesen die Welt genesen:

"Ich bin [beim Ehegattennachzug] für die Heraufsetzung auf 21 Jahre, weil die Wahrscheinlichkeit, daß eine erwachsene Frau, zumal wenn Sie ein bißchen Deutsch kann, sich den Zwang nicht bieten lassen wird.."

Grundkenntnisse der deutschen Sprache schützen vor Zwangsheiraten. Das leuchtet ein. Wem grunddeutsche Sätze wie "Alter, fick dich ins Knie" oder "Bringst du heute den Müll raus, Schatz" über die Lippen gehen, der ist im Kampf der Kulturen und der Geschlechter ganz weit vorne.


Triumph des Wollens
Was diese unsere schöne deutsche Sprache zu leisten vermag, das illustriert Schäubles am Gebrauch des schönen Wortes "wollen".

In "Wer in Europa lebt, muss ertragen wollen, dass es Pressefreiheit gibt."
ist es synonym mit "können". In "Das gilt auch für, die die sich integrieren wollen." meint es "sollen" und "Wir machen Angebote zu helfen, aber es braucht die Grundentscheidung der Zugewanderten, dass sie es wollen", meint alles in allem "müssen." Wie wollen bzw. können wir solche Feinheiten je in einem Sprachkurs in Anatolien vermitteln?

Daher folgt hier - basierend auf Schäubles Überlegungen - ein Vorschlag für eine radikale Vereinfachung des Einbürgerungstests:

Integrationswollende Migranten lassen sich am Strand von Norderney von 21-jährigen barbusigen Ehegattennachzieherinnen einen ganzen Nachmittag lang aus dem Tagebuch der Anne Frank vorlesen. Gegen Abend folgt ein ordentliches Schweinebauch-Grillen mit Bier bis zum Abwinken. Wem am nächsten Morgen beim Auswaschen der Mülltonnen noch "Deuschland widd Welltmeischer" verständlich hervorbringen kann, der ist schon so gut wie drin.

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