Friday, November 25, 2005

Wer einmal aus dem Goldnapf soff

Yorkshire

"Plastikschüssel statt Goldnapf für Daisy"

weiß BILD zu berichten. Seit die Damenhandtasche von Ex-Modezar Moshammer Daisy verwitwet ist, muss sie am eigenen Leibe erleben, wie das Leben in der Generation Hartz läuft. Dass sie nun in der Obhut des ehemaligen Moshammer- Chauffeurs Andreas Kaplan (45) nicht mehr aus dem Goldnapf, sondern aus der Plastikschüssel schlabbern muss, ist schon entwürdigend genug. Aber dass statt des von Daisy so geliebten Gesundheitswassers Staatlich Fachingen nun Münchener Stadtwerke serviert wird, ist ein Skandal und ein neuer Dreh in der mentalen Abwärtsspirale im Jahre 1 nach Hartz. Woran soll sich die geschundene Volksseele noch aufrichten, wenn es selbst für unsere Elitepromis noch nicht einmal mehr Selters statt Sekt gibt. Wir fordern die Bundesregierung i. Gr. auf, Sofortmaßnahmen zu ergreifen, und aus den Sitzungssälen der Koalitionsverhandlungen und Kommissionen, das dort überreichlich seit Wochen auf den Tischen abstehende Mineralwasser nach München zu schicken. Gerade von Merkel und Platzeck, die hinter den Eisernen Vorhang selbst jahrzehntelang von nichts anderem als Leitungswasser mit Muckefuck aus der Plaste und Elasteschüssel leben mussten, erwarten wir ein Zeichen der Solidarität für die von der Weltgeschichte so bitter gestrafte Kreatur. Gebt den Deutschen wieder etwas Hoffung. Wir wollen gar keine unkündbaren Arbeitsplätze, Eigenheimzulagen, steuerfreie Schiffsfonds, sondern einfach mal ein kleines Zeichen der Solidarität.

Alternativ-Tipp an die während der sich dahinziehenden Kopulationsverhandlungen der neuen Mitte arbeitslos dahindämmernde Opposition aus Ex-Bürgerrechtlern, Ex-APO-Aktivisten und Ex-Sozialisten: Das nächste Pellegrino im Borchers mal aus der eigenen Tasche bezahlen und das staatliche Mineralwasser aus den Bundeskonfis unbemerkt in die Aktentasche gleiten lassen (kann ohnehin jetzt nicht viel drin sein) und dann per Bundeskurierdienst nach München schicken. (Sieht ja keiner.)

Und Herr Westerwelle! Wo bleibt die von Ihnen so vehement geforderte Eigeninitiative. Warten Sie nicht auf die große Lösung von oben, gehen Sie an Ihren Kühlschrank, nehmen Sie ein, zwei 0,3er-Fläschchen Coralba heraus, rein in den Briefumschlag und ab damit nach München. Denken Sie jetzt schon an die Story in der BILD. Westy und Daisy schlürfen im Wolpertinger-Keller gemeinsam aus dem Goldnapf. Das bringt doch gleich noch mal 18% (vorausgesetzt Stoiber hält sich beim Fototermin im Hintergrund).

Hier die Solidaritätsadresse:

Daisy
c/o Wolpertinger-Keller
Schloßstr. 14, 82031 Grünwald



Vewendetes Foto: Symbolbild - Ähnlichkeiten mit in diesem Artikel erwähnten Persönlichkeiten wären rein zufällig und sind unbeabsichtigt.
(Quelle: wikipedia.de - http://upload.wikimedia.org /wikipedia/ en/b/b0/JorkshireNamedNika.png)

Thursday, September 22, 2005

Der Name des Hundes, äh Buches

Yorkshire
Buchmesse Frankfurt 2005

Viva, äh, aspekte-Girlie Miriam Böttger (rechts im Bild) im Gespräch mit Starautorin Juli Zeh (links) über ihr neues Buch: Konversationslexikon für Haushunde.




Miriam Böttger:
Ist das nicht sehr desillusionierend. Also man hat diesen Hund, und man liebt ihn, und man tut alles für ihn. Und trotzdem erwartet er immer gleich, äh, Belohnungen und er tut eine Sache nur, wenn im quasi so 'ne Knackwurst hingehalten wird.

Juli Zeh (resolut)
Das ist ja so, dass ich was will in dem Moment und er will, dass ich ihn dafür bezahle. Ich find das eigentlich 'ne ziemlich normale materialistische Einstellung.

Miriam Böttger:
Und wenn's umgekehrt ist, also wie läuft es dann?

Juli Zeh:
Wenn er was von mir will, dann sagt er bitte und wartet bis ich bereit bin, also.

Miriam Böttger:
Hö, hh, höhö. Ok, also, hö, höhöho
Unsere Zeit ist leider schon um. Äh, ähm ja, vielen Dank für das Interview. Also es hat neue Einsichten in unsere Beziehung zum Hund eröffnet. Und ich sag noch mal den Namen des Hundes, äh, des Buches. hähähä
(Gelächter im Publikum)
Also der Name des Hundes ist Otello und das Buch heißt: Kleines Konservat.. Konversationslexikon für Haushunde und ist beim Schöffling Verlag erschienen. Vielen Dank

Juli Zeh:
Danke

Marcel Reich Ranitzki, bitte kommen Sie bald mal wieder!


Bildquelle Wikimedia
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/6a/Mastiff1.jpg/120px-Mastiff1.jpg

Sunday, June 19, 2005

"Nun mal ehrlich, Frau Kirchhof"

PRO7 / SAT.1 Topjournalist Thomas Kauschs erste und einzige substanzielle journalistische Leistung beim Kanzlerduell 2005 zwischen Angela "Kirchhof" Merkel und Gerhard "Berlusconi" Schröder.